Tarifvertrag zfa rheinland pfalz


Was die berufliche Aus- und Weiterbildung betrifft, so ist der Bund für die betriebliche Berufsausbildung zuständig, die Länder für die berufsausbildungliche Bildung in den Schulen. Für die Berufsausbildung im Dualen System, die in Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieb stattfindet, einigen sich Bund und Länder auf grundsätzliche Fragen und insbesondere über Ausbildungsregeln und -regelungen für die Lernorte. Aufgrund der Aufteilung der Zuständigkeiten wurde auf der Grundlage einer 1972 geschlossenen Vereinbarung ein Koordinierungsausschuß für die Berufsbildung eingesetzt. Dieser Ausschuss befasst sich mit grundlegenden Fragen der Koordination der betrieblichen Berufsausbildung und Berufsausbildung in der Berufsschule in anerkannten Berufen, die eine formale Ausbildung nach Bundesrecht erfordern. Eine ständige Aufgabe des Koordinierungsausschusses ist die Umstrukturierung und Modernisierung von Berufen, die eine formale Ausbildung erfordern, insbesondere die Harmonisierung der Ausbildungsordnungen für die betriebliche Berufsausbildung und Rahmenlehrpläne für die berufsausbildungliche Bildung in den Schulen. Im Koordinierungsausschuss wird die Bundesregierung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das für den jeweiligen Ausbildungsbedarf zuständige Ministerium vertreten. Die Länder werden durch die Mitglieder des Ausschusses für Berufsbildung der Ständigen Konferenz vertreten. Mit dem sogenannten Konstanzer Beschluss im Oktober 1997 hat die Ständige Konferenz die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung an Schulen zu einem zentralen Thema gemacht. Im März 1999 einigten sich die Länder im Rahmen der Ständigen Konferenz darauf, daß die Zusammenarbeit zunehmend in der Vereinbarung qualitativer Standards bestehen wird. Infolgedessen wird der Vielfalt und dem Wettbewerb zwischen den Ländern durch die gleichzeitige Reduzierung detaillierter formaler Regelungen größere Bedeutung beigemessen.

Im Mai 2002 einigte sich die Ständige Konferenz darauf, die bereits von den Ländern umgesetzten Qualitätssicherungsmaßnahmen zu koordinieren und in den Jahren 2003 und 2004 für alle Bundesländer für den Primärbereich, für den Hauptschulabschluss und für den Mittleren Schulabschluss verbindliche Bildungsstandards zu verabschieden. Das 2004 gegründete und gemeinsam von den Ländern geförderte Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) soll die Bildungsstandards in Zusammenarbeit mit den Ländern überprüfen und weiterentwickeln.